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    nunca olvido todo






Monatsrückblick

Hallo,

in diesem Text möchte ich einen kleinen Einblick in meinem ersten Monat in Barcelona wiedergeben.

Zu Beginn der Reise am 04.01.14 war ich mehr als nervös. Ich ging in ein fremdes Land ohne der Sprache mächtig zu sein. Weiterhin wusste ich kaum etwas über die spanische Mentalität und weder noch hatte ich einen Plan wie Barcelona aussieht und wie ich wohin komme.

Was mir in meiner Anfangszeit sehr geholfen hat waren die freundlichen und hilfsbereiten Menschen, denen ich begegnet bin. Wenn ich fragen hatte und habe, habe ich Menschen an die ich mich wenden kann. Mittlerweile habe ich erfahren, was Leben und Arbeiten in Barcelona bedeutet. Es ist ein hartes Geschäft ums überleben. Vor allem im Raval, dem Stadtteil in dem ich lebe und arbeite. Das Bild des Raval (dem Stadtteil, in dem ich wohne und arbeite) ist von Armut, Multikulturalität, aber auch vom Aufschwung geprägt. Neben den Armenwohnungen und den von obdachlosen Mitbürgern besetzten Wohnungen reihen sich Hotels, Bars, Hostels, Szenekneipen und die Filmotec de Catalunya. Das Leben findet hier auf der Schattenseite der Tourismusindustrie statt. Trotz der widrigen Umstände helfen sich die Menschen untereinander aus. Egal um was es geht, irgendeiner kann sicher helfen und dieser hilft auch. So viele freundlichen und hilfsbereiten Menschen habe ich noch nie getroffen. Obwohl ich schon einen Monat hier bin und ein paar Brocken Spanisch und Katalanisch kann fällt es immer noch schwer mit fremden Menschen in Kontakt zu treten.  

Die Stadt und das Wetter sind herrlich. Es macht jeden Tag auf`s neue Spaß durch die Stadt zu pilgern. Es gibt jeden Tag was Neues zu entdecken. Die engen Gassen die vielen alten Bauten...es macht einfach Spaß hier zu sein und es gibt mit eine unvergleichliches Lebensgefühl...die Stadt hat Lebensqualität.

Was ich bis jetzt für mich persönlich mitnehme.

Ich habe das Gefühl reifer geworden zu sein. Es war ein guter und bis jetzt positiver Schritt ins Ausland zu gehen. Obwohl man seine paar Leute hat, auf die man sich verlassen kann, ist man trotzdem eher auf sich allein gestellt. Ich muss überlegter und besonnener handel um im "Großstadtdschungel zu  überleben". Weiterhin erfahre ich jetzt am eigenen Leib, in welchem Überfluss man in Deutschland lebt. Hier ist wirklich fast alles auf das Minimum reduziert. Man hat hier kein Kaufland ums Eck, wo man alles zu mehr als günstigen Preisen bekommt. Das Leben ist hier definitiv teurer.

Was ich bis jetzt für mich beruflich mitnehme.

Es ist einfach mehr als Interessant zu sehen, wie unkompliziert die Hilfe am Menschen sein kann. Die Leute kommen zu uns, sagen was sie benötigen und wenn wir`s da haben wird es ihnen gegeben. Die Hilfe kommt ohne einen riesigen Verwaltungsaufwand direkt beim Hilfesuchenden an. Weiterhin habe ich den größten Respekt für die Leute, die hier Arbeiten. Es ist fast unvorstellbar, aus welchen Mitteln sie die Hilfe erbringen. Die Einrichtung finanziert sich komplett aus Spenden, die Lebensmittel und sonstigen Sachen sind zu 98 % Spenden. Respekt, wie das alles organisiert wird.

 

Ich freue mich auf die nächsten zwei Monate.

Gruß Nicolai Schwartz

3.2.14 18:04
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ursula (3.2.14 21:21)
Hola, Nicolai,
sehr interessant, was du bisher alles herausgefunden hast!
Aber ich wäre nicht ich, wenn ich dich nicht nach den Frauen befragen würde.
1. Du hast geschrieben, dass der Frauenanteil der Wohnungslosen ca. 17,4 % ausmacht. Für 2012 hat die BAG- W eine Zahl in Deutschalnd von ca. 24% genannt, Tendenz steigend. Die Anzahl der jungen Frauen nimmt stetig zu. Meine Fragen: Gibt es besondere Förderungen für Frauen und gehen Frauen in Spanien anders mit Wohnungslosigkeit um als Männer? (Du weißt ja, dass ich zu diesem Thema einen Vortrag gehalten habe)
2. Gibt es besondere Fördermöglichkeiten für Jugendliche und junge Erwachsene?

Wenn mir bis morgen Abend noch was einfällt, melde ich mich noch mal.
Liebe Grüße, Ursula

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