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   20.05.16 21:58
    nunca olvido todo






An Alle

Guten Tag Alle zusammen !

Um mich über die Wohnungslosenhilfe in Spanien näher zu informieren habe ich nach einem Verein mit Sozialdienst recherschiert. 

In der kommenden Woche werde ich mich dort vorstellen gehen und Informationen sammeln.

Was würde euch interessieren?

Meine bisherigen Punkte sind:

- Gibt es "Resozialisierungsprogramme" und wie können diese ausgestaltet sein?

- Wie sieht der rechtlische Rahmen aus, in dem sich die Wohnungslosenhilfe hier bewegt?

- Gibt es ähnliche Leistungen wie ALG I und II?

Schreibt mir eure Interessen bitte bis Dienstagabend als Kommentar unter diesen Beitrag.

Hasta luego!

Nic

 

P.S.:

An Ursula: Die spanische Küche ist super, nur fehlt mir hier die Erfahrung um mich komplett vegan zu ernähren.

An Peter: Bei mir ist alles klar. Bin halt sehr viel am Arbeiten.

2.2.14 17:21


Neuigkeiten

Heute war ich bei einer Zweigstelle der Caritas Spanien Diözese Barcelona.

Diese Woche will sich ein Mitarbeiter des Sozialdienstes der Englisch sprechen kann bei mir melden und einen Interviewtermin mit mir vereinbaren.

Konkret...ich darf eine/n Mitarbeiter_in der Caritas Spanien interviewen ! :-D

Ich habe schon ein paar Ideen was ich fragen will.

Wenn ihr Interesse an bestimmten Themen habt, dann schreibt eure Fragen einfach als Kommentar zu diesem Beitrag. 

Das fertig transkripierte Interview werde ich euch als Blog-Beitrag zukommen lassen.

Venga Adeo!

3.2.14 17:14


Monatsrückblick

Hallo,

in diesem Text möchte ich einen kleinen Einblick in meinem ersten Monat in Barcelona wiedergeben.

Zu Beginn der Reise am 04.01.14 war ich mehr als nervös. Ich ging in ein fremdes Land ohne der Sprache mächtig zu sein. Weiterhin wusste ich kaum etwas über die spanische Mentalität und weder noch hatte ich einen Plan wie Barcelona aussieht und wie ich wohin komme.

Was mir in meiner Anfangszeit sehr geholfen hat waren die freundlichen und hilfsbereiten Menschen, denen ich begegnet bin. Wenn ich fragen hatte und habe, habe ich Menschen an die ich mich wenden kann. Mittlerweile habe ich erfahren, was Leben und Arbeiten in Barcelona bedeutet. Es ist ein hartes Geschäft ums überleben. Vor allem im Raval, dem Stadtteil in dem ich lebe und arbeite. Das Bild des Raval (dem Stadtteil, in dem ich wohne und arbeite) ist von Armut, Multikulturalität, aber auch vom Aufschwung geprägt. Neben den Armenwohnungen und den von obdachlosen Mitbürgern besetzten Wohnungen reihen sich Hotels, Bars, Hostels, Szenekneipen und die Filmotec de Catalunya. Das Leben findet hier auf der Schattenseite der Tourismusindustrie statt. Trotz der widrigen Umstände helfen sich die Menschen untereinander aus. Egal um was es geht, irgendeiner kann sicher helfen und dieser hilft auch. So viele freundlichen und hilfsbereiten Menschen habe ich noch nie getroffen. Obwohl ich schon einen Monat hier bin und ein paar Brocken Spanisch und Katalanisch kann fällt es immer noch schwer mit fremden Menschen in Kontakt zu treten.  

Die Stadt und das Wetter sind herrlich. Es macht jeden Tag auf`s neue Spaß durch die Stadt zu pilgern. Es gibt jeden Tag was Neues zu entdecken. Die engen Gassen die vielen alten Bauten...es macht einfach Spaß hier zu sein und es gibt mit eine unvergleichliches Lebensgefühl...die Stadt hat Lebensqualität.

Was ich bis jetzt für mich persönlich mitnehme.

Ich habe das Gefühl reifer geworden zu sein. Es war ein guter und bis jetzt positiver Schritt ins Ausland zu gehen. Obwohl man seine paar Leute hat, auf die man sich verlassen kann, ist man trotzdem eher auf sich allein gestellt. Ich muss überlegter und besonnener handel um im "Großstadtdschungel zu  überleben". Weiterhin erfahre ich jetzt am eigenen Leib, in welchem Überfluss man in Deutschland lebt. Hier ist wirklich fast alles auf das Minimum reduziert. Man hat hier kein Kaufland ums Eck, wo man alles zu mehr als günstigen Preisen bekommt. Das Leben ist hier definitiv teurer.

Was ich bis jetzt für mich beruflich mitnehme.

Es ist einfach mehr als Interessant zu sehen, wie unkompliziert die Hilfe am Menschen sein kann. Die Leute kommen zu uns, sagen was sie benötigen und wenn wir`s da haben wird es ihnen gegeben. Die Hilfe kommt ohne einen riesigen Verwaltungsaufwand direkt beim Hilfesuchenden an. Weiterhin habe ich den größten Respekt für die Leute, die hier Arbeiten. Es ist fast unvorstellbar, aus welchen Mitteln sie die Hilfe erbringen. Die Einrichtung finanziert sich komplett aus Spenden, die Lebensmittel und sonstigen Sachen sind zu 98 % Spenden. Respekt, wie das alles organisiert wird.

 

Ich freue mich auf die nächsten zwei Monate.

Gruß Nicolai Schwartz

3.2.14 18:04


Neuigkeiten

Hola buenas noches me amigos y amigas!

 

Heute habe ich ein paar Neuigkeiten für euch.

Bis jetzt hat mich noch niemand von der Caritas Barcelona zurückgerufen, deshalb werde ich mich selbst darum kümmern.

Beim anderen Verein, der mit wohnungslosen Mitbürger_innen arbeitet, bin ich bis jetzt immer zu Schließzeiten gewesen....da muss ich mir die Öffnungszeiten heraussuchen.

Heute hatte ich einen Gesprächstermin bei Christian. Christian ist der Chef der Vereinigung "Casal dels Infants" [soviel wie "Haus für die Kleinkinder"] für den Stadtbezirk "El Raval". Diese Vereinigung ist Träger des Projekts, bei dem ich Samstags mitarbeite. Hier mal die Infos, die ich Heute von ihm erhalten habe:

- "Casal dels Infants" ist eine Vereinigung, die in ganz Barcelona tätig ist. Für die einzelnen Bezirke, gibt es eigene Stellen.

- Die Hilfeleistungen, welche erbracht werden, sind neben den einzelnen Projekten (Informatikkurse, Hausaufgabenbetreuung, Lehrwerkstätten, Spiele, Krabbelgruppen, etc.) Informationen. Innerhalb des Vereins wird nach dem handlungsleitendem Konzept des Empowerment gearbeitet, was in Alltagssprache mit Hilfe zur Selbsthilfe übersetzt werden kann. Deshalb ist Aufgabe der Mitarbeiter_innen, neben der Organisation der Projekten, eine intensive Netzwerkarbeit. Es werden Kontakte und Handlungsleitlinien zu verschiedenen Stellen innerhalb des eigenen Stadtteils geknüpft und erarbeitet.

Mehr Informationen erhalte ich am kommenden Freitag, dann habe ich einen Interviewtermin mit seiner "rechten Hand". Einer Sozialarbeiterin, mit welcher ich auch Samstags zusammenarbeite. Außerdem ist für den 18.02.14 eine Informationsveranstaltung für alle Helfer_innen geplant, zu der ich eingeladen wurde.

Weiterhin möchte Christian, dass ich kleine Workshops und/oder Spiele für die Samstage plane und durchführe. Des Weiteren möchte er mich für mehr Projekte gewinnen.

Sonst so....das Wetter ist gut und meine freie Zeit nutze ich zum unsicher machen der Stadt :-D Jetzt am Wochenende war nochmals das Barrio Gotico, die Sagrada de Familia, der Parque Guell, der Arc de Triomf und noch en anderer Stadtteil etwas außerhalb dran (Name noch unbekannt).

Jetzt aber mal genug^^

Hasta luego!

11.2.14 21:10


Neues aus Barcelona

Hola buenas días chicos !

Heute schreibe ich euch mal wieder einen neuen Blogeintrag.

Ich habe euch so lange nichts mehr geschrieben, da mir mein Laptop entwendet wurde !

Am Donnerstag, dem 13.02.14 wurde mir waehrend der Arbeitszeit und anschliessenden Teamsitzung mein Laptop und 150 € geklaut. Die Zeitspanne, in welcher ich nicht in der Wohnung war, war von 07:25 bis 23:40 Uhr. In dieser Zeit hat sich die Tat ereignet. In dieser Zeit waren von meinen drei Mitbewohnern auch alle zu unterschiedlichen Zeiten in der Wohnung....nur ich war nicht oben.

Am Morgen darauf habe ich mit Wolfgang (meinem Chef in Spanien) und Peter (meinem Chef) gesprochen. Mir wurde von Wolfgangs Seite sofort angeboten, dass er mich finanziell unterstuetzen kann. Von Peters Seite her kam die Reaktion, dass er sich sofort um meine Unterstuetzung kuemmern wird. Natuerlich haben Beide beruhigend auf mich eingesprochen. Am Mittag des 14.02.14 (Freitag) habe ich die Nachricht erhalten, dass ich die 150 € und das Geld fuer den Laptop von meinem Team ersetzt bekomme. Ich bekam gesagt, dass meine Kolleg_innen Geld zusammen legen. Von dieser Solidaritaet mir gegenueber war und bin ich immer noch geplaettet. Mit so einer Reaktion haette ich nie gerechnet !!!!! An dieser Stelle vielen vielen Dank ! Ich freue mich, wenn ich euch wieder sehe ! :-D

Da mir die Seriennummer und der Name des Laptop gefehlt haben, konnte ich meine Anzeige bei der Polizei erst am Samstag, dem 15.02.14 erstatten. Ich war bei der Mossos d Esquadra. Zum Glueck hatten die einen Uebersetzer von Englisch in Spanisch.


Zu allem Ueberfluss wurde mir in der Nacht vom Sonntag auf Montag (16.02. auf 17.02.14) mein Geldbeutel geklaut. Diesmal betrug der Schaden meine Bankkarte, 23 €, eine Kopie von meinem Personalausweis und mein Metro-Ticket. Ich wurde wieder in der Wohnung beklaut !!! Und seitdem ist einer meiner Mitbewohner verschwunden......laut Geruechten haelt er sich noch in Barcelona auf. Diesen Schaden hat die Polizei nicht zur Anzeige aufgenommen.....der Schaden sei zu gering, da wuerde sich der nicht Arbeitsaufwand lohnen.

In der Nacht (23:30 Uhr) von Dienstag auf Mittwoch sind zwei Polizeibeamte zu uns in die Wohnung gekommen . Sie wollten mit uns sprechen und weitere Daten aufnehmen.

Nun ja, zum Glueck ist es nur Sachschaden.

Weiterhin habe ich meinen Professor an der DHBW ueber die Situation aufgeklaert. In meinem Fall greift die Fakultaetsloesung fuer Student_innen, welche im Fremdpraktikum keinen Zugriff auf Internet und Strom haben. Wenn ich meine Anzeige mit nach Deutschland nehme, erhalte ich eine Verlaengerung der Abgabefrist von einer Woche. Ergo muss ich dann nicht am 01.04. sondern darf am 08.04. abgeben. Das ist sehr wenig Zeit, die ich effizient nutzen muss.

Nun ja.....jetzt wisst ihr Bescheid.

Schoenes Wochenende. 

 

23.2.14 14:01


Neuigkeiten ueber meine Arbeit

Am Dienstag, dem 18.02.14 habe ich an einer Informationsveranstaltung fuer freiwillige Helfer teilgenommen. Dies war eine Verantsaltung des Vereins "Casal dels Infants" fuer den ich Samstags arbeite. Da die Veranstaltung und auch die Infoblaetter auf Spanisch, Kastellian und Kataln waren und sind, gebe ich euch die Informationen, welche ich ins Deutsche uebersetzen konnte.

- Casal dels Infants ist eine Vereinigung des oeffentlichen Rechts.

- Sie wird vom Staat subvensioniert.

- Besteht seit 30 Jahren.

- Das jaehrlische Budget betraegt 6 000 000 €, davon stammen 60 % von privat Leuten und Firmen und 40 % von staatlischer Seite. Das wurde uns so aufgeschrieben.

- Zur Zeit arbeiten bei Casal 1213 Freiwillige und 150 Angestellte. (In Barcelona) 

- Die Zielgruppen der Arbeit sind Kínder, Jugendliche und junge Erwachsene.

- Das Handlungsleitende Konzept ist das Empowerment.

- Die Mittel sind Informationen und soziale Erziehung. Beides zusammen soll als Mittel gegen den Kreislauf der Armut dienen. Es werden hauptsaechlisch Personen aus social schwachen Familien betreut. Mit sozialer Erziehung ist hier der Erwerb sozialer Kompetenzen und kulturelle Teilhabe gemeint.

- Die drei Pfeiler der Arbeit sind: Lebensraumnaehe (deswegen gibt es fuer jeden Stadtteil eigene Einrichtungen und Netzwerke), soziale Erziehung und Nachhaltigkeit.

- Die Arbeit findet zu 70 % in den Zentren und zu 30 % auf oeffentlichen Plaetzen statt. Als Teil des Lebensraums dienen die oeffentlichen Plaetze als niedrigschwelliger Zugang zum Hilfsangebot. Als Beispiel fuer ein solcher Zugang dient das Projekt der Casette de Barri, bei welchem ich mitarbeite.

- Die Arbeit soll als Puffer zu Armut, Drogen und Prostitution dienen, mit welchen die Kínder und Jugendlichen taeglisch konfrontiert werden. Deshalb ist es wichtig ihnen einen Schutzraum zu bieten, in dem sie sich entfalten und lernen koennen.

- Wir Freiwillige sollen die Kínder und Jugendlichen zu "positiven" Aktivitaeten motivieren. Was damit gemeint ist, sollen wir selbst herausfinden....wir sollen einfach aufs Verhalten der Kínder und Jugendlichen achten. Zum Beispiel, dass sie sich freuen uns zu sehen, von sich aus mit uns in Kontakt treten und das sie sich freuen (lachen, laecheln)....die andere Arbeit (Informationsweitergabe, usw.) wird von den Hauptamtlischen geleistet.

Soviel zu diesem Thema....wenn ich mehr uebersetzen kann, dann melde ich mich wieder.

Ich habe meinen Vertrag dort unterschrieben und eine Urkunde fuer die Teilnahme an der Infoveranstaltung erhalten....vielleicht stellen die mir noch ein Praktikumszeugniss aus, bevor ich wieder nach Deutschland gehe. 

23.2.14 14:29


Bis jetzt hat sich noch kein Mitarbeiter der Caritas Barcelona bei mir gemeldet. Morgen habe ich einen kurzen Arbeitstag (bis 16:30 Uhr). Im Anschluss an die Arbeit werde ich nochmal hin gehen.

26.2.14 20:30


Antwort auf Peters Frage vom 03.02.14

Hallo Peter,

 

am 03.02.14 hast du mich gefragt, ob es moeglich sei in Barcelona Soziale Arbeit zu studieren.

Mittlerweile kann ich dir sagen...."ja".

An der Universitaet Barcelonas gibt es den Studiengang "soziale Arbeit"

Hier ist der Link zum Angebot (Der Link ist auf Englisch):

 http://www.ub.edu/web/ub/en/estudis/oferta_formativa/graus/fitxa/S/G1027/index.html

Weiterhin gibt es noch ein gesondertes Studium der Sozialpaedagogik.

Hier der Link, ebenfalls auf Englisch:

 http://www.ub.edu/web/ub/en/estudis/oferta_formativa/graus/fitxa/S/G1028/index.html

 

Gruesse aus dem sonnigen Barcelona.

Hasta luego Nic! 

 

26.2.14 20:44





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